Parete Sud-Est della Torre delle Val Perse
Route „Lucia Pia" --> Torre delle Val Perse --> zentr. Brenta-Gruppe
(Länge 320 m / Schw. 6+ u. A1 / Erstbegehung 1983 durch M. Furlani und Franco Corn)
Dieser spitz zulaufende Obelisk regte sicherlich die Phantasie der Alpinisten früherer Generationen an, aber die gelblichen, steil abfallenden Südostwände verleiteten vermutlich niemanden dazu, einen ernsthaften Versuch zu unternehmen. So blieb die Felswand unberührt und wartete, bis vor erst relativ kurzer Zeit endlich ein geeignetes Auge eine Linie mit einwandfreier Logik erforschen konnte, bei einem Zickzack-Weg über die Höhen auf der Suche nach den schwächsten Stellen.
Übrigens ist Marco Furlani einer der erfahrensten Dolomiten-Alpinisten, die es gibt, und mit den Tausenden von Wiederholungen und den zahlreichen Erstbegehungen auf den wichtigsten Massiven des Trentinos, die auf seine Rechnung gehen, stellte er stets seine Vorliebe für bestimmte verborgene und von den meisten Alpinisten nicht sehr gut besuchten Ecken unter Beweis ...
Mit unseren Freunden Marco Maganzini (Bergführer aus Pinzolo) und Federico Zendron erreichten wir den Torre delle Val Perse an einem heißen Augusttag. Nicht einmal die Temperaturen auf 3000 m Höhe verlangten warme Kleidung und Windjacken, und wir nahmen eine intensive, aber wirklich angenehme Klettertour in Angriff, die im Lauf der Zeit sicher besser besucht werden wird.
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Zugang: Von der Hütte Tuckett erreichen Sie die gleichnamige Scharte (Bocca di Tuckett) und steigen über das Geröllfeld zirka 150 m auf der anderen Seite bis unterhalb der Südostwand des Torre links ab. Anschließend steigen Sie über Geröll kurz wieder hinauf und dann 30 m in einen ausgewaschenen Kanal (Einstiegshaken). 1 Std.
Rückkehr: In den Einschnitt zwischen dem Torre und Cima Sella (Doppelseil 50 m) hinabsteigen, anschließend wird mit einem weiteren kurzen Abseilen (15 m) ein kurzer, zylinderförmiger Vorsprung überwunden. Von dort am besten für zirka 50 m nach unten klettern (Schwierigkeitsgrad 2) bis zur nächsten Abseilung auf einem enormen Felsblock, der in einen Kanal-Kamin eingeklemmt ist. Von dort gelangen Sie mit 4 weitere Abseillängen (die letzte ist genau 60 m lang) zum Einstieg zurück.

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